Neuigkeiten & Events, Umwelt, Visuelle Kommunikation

Intelligenter. Umweltfreundlicher. Leichter. Die neue Generation recycelbarer Verbundwerkstoffe

08 Okt 2025 —
Drucken
VisCom Alternative Produkte

Nachhaltigkeit ist in der visuellen Kommunikation nicht mehr nur ein Zusatz, sondern mittlerweile Teil des Designauftrags selbst. Von recycelbaren Verbundwerkstoffen bis hin zu solarbetriebenen Displays – Materialien entwickeln sich weiter, um der wachsenden Nachfrage nach Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit gerecht zu werden.

Nachhaltigkeit ist in der visuellen Kommunikation nicht mehr nur ein Zusatz, sondern mittlerweile Teil des Designauftrags selbst. Von recycelbaren Verbundwerkstoffen bis hin zu solarbetriebenen Displays – Materialien entwickeln sich weiter, um der wachsenden Nachfrage nach Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit gerecht zu werden.

In der gesamten Branche entsteht derzeit eine neue Generation von Hybridmaterialien und Medienoberflächen. Dieser Artikel befasst sich mit den führenden Technologien und damit, wie Antalis dazu beiträgt, Innovationen in die Praxis umzusetzen.

Verbundwerkstoffe: 3 Materialien, die jetzt recycelbar sind

Image1-new-october.jpgLeichte und stabile Verbundwerkstoffe bieten seit langem einen technischen Vorteil. Sie haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: ihre geringe Recyclingfähigkeit. Die meisten von ihnen basieren auf petrochemischen Harzen oder komplexen Klebstoffen, wodurch sie schwer abzubauen und wiederzuverwenden sind.
Das ändert sich nun. Mit den recycelbaren Verbundwerkstoffen der neuen Generation eröffnen sich neue Möglichkeiten. Sehen wir uns drei dieser Materialien an, die neue Kreislaufmodelle ermöglichen. 

 

90 % recycelbares Epoxidharz

Epoxidharze sind robust und vielseitig einsetzbar. Der Nachteil ist, dass sie aufgrund ihrer starren 3D-Struktur fast nicht recycelbar sind. Die meisten bestehen aus Bisphenol A, einer giftigen Chemikalie.

Bislang gab es keine saubere Lösung. Nun hat ein französisches Forschungsteam ein Epoxidharz auf Basis von Ligninderivaten entwickelt, das zu 90 % recycelbar und frei von Bisphenol A ist.

Diese Entdeckung öffnet die Tür zu Verbundwerkstoffen, die sowohl leistungsstark als auch kreislauffähig sind: ideal, um Abfall zu reduzieren, ohne an Festigkeit einzubüßen.

Verbundwerkstoffe auf PP-Basis

Verbundwerkstoffe auf PP-Basis bieten eine seltene Kombination aus Festigkeit, Leichtigkeit und Recyclingfähigkeit. Durch die Kombination von Polypropylen mit Verstärkungsfasern oder Nanopartikeln bieten diese Materialien die Steifigkeit eines Verbundwerkstoffs, ohne die Wiederverwertbarkeit am Ende der Lebensdauer zu beeinträchtigen.

Im Gegensatz zu duroplastischen Harzen kann PP geschmolzen und wiederverwendet werden, wodurch diese Verbundwerkstoffe mit zirkulären Fertigungsmodellen kompatibel sind. Sie eignen sich ideal für Beschilderungen, Automobilteile oder Verkaufsdisplays, bei denen Gewicht und Haltbarkeit eine Rolle spielen.

Biokomposite aus Pflanzen

Einige neue Materialien gehen sogar noch weiter. Sie werden aus Naturfasern wie Flachs oder Hanf hergestellt und reduzieren die CO2-Emissionen bereits an der Quelle. Ihre Struktur ist sowohl stabil als auch biobasiert, und einige können nach Gebrauch sogar wieder in den Boden zurückgeführt werden. Die Idee von Beschilderungen, die einst auf einem Feld gewachsen sind, ist längst keine Science-Fiction mehr.

Beachten Sie, dass diese Materialien keine Alternativen sind, sondern Verbesserungen. In einer Welt, in der jeder Quadratmeter zählt, bieten Hybridmaterialien eine Möglichkeit, sowohl die Botschaft als auch das Medium intelligenter zu gestalten.

Umweltfreundlichere Werbung oder wenn das Medium zur Botschaft wird

Nachhaltige Beschilderung beschränkt sich nicht nur auf das Material. Heute kann auch die Struktur selbst eine Bedeutung haben. Wir treten in eine Ära ein, in der Displayformate nicht mehr nur passive Oberflächen sind. Sie interagieren mit der Umgebung und bieten einen Mehrwert, der über die Sichtbarkeit hinausgeht.

Digitale Bildschirme mit Solarantrieb

Solarbetriebene digitale Beschilderung entwickelt sich vom Prototyp zur Realität und bietet eine saubere Alternative für wirkungsvolle Außenkommunikation.

Solarbetriebene Digital Signage entwickelt sich vom Prototyp zur Realität und bietet eine saubere Alternative für wirkungsvolle Außenkommunikation.

Image2-new-october.pngIn Südafrika hat das Medienunternehmen Epic Outdoor eine riesige digitale Werbetafel in Betrieb genommen, die fast vollständig mit photovoltaischer Solarenergie betrieben wird.

Wenn ein Bildschirm mit sauberer Energie betrieben wird, ist er mehr als nur ein Werkzeug – er wird Teil der Lösung.

Es kommen auch kleinere, tragbare Geräte auf den Markt, wie beispielsweise 43-Zoll-Standbildschirme der Firma Displays2go. Sie können bis zu 12 Stunden lang ohne Netzanschluss betrieben werden und bieten eine umweltfreundliche, kostensparende Kommunikationsmöglichkeit.

 

Energieeffizienz durch Design

Die Reduzierung des Energieverbrauchs auf Hardware-Ebene beginnt mit den richtigen Materialien und einem besseren Design. Die hochauflösenden Außenbildschirme von LG sind mit intelligenten Lichtsensoren ausgestattet, die die Helligkeit in Echtzeit anpassen. So wird die Sichtbarkeit gewährleistet, ohne Energie zu verschwenden.

Die natürliche Luftkühlungstechnologie von GORE verfolgt hingegen einen anderen Ansatz: Sie nutzt passive Luftströmungen zur Regulierung der Innentemperatur, wodurch energieintensive Lüfter überflüssig werden.

Beide Innovationen weisen in die gleiche Richtung: Beschilderungssysteme, die weniger Energie verbrauchen, länger laufen und den Umweltanforderungen heutiger öffentlicher Räume entsprechen.

Grüne Fassaden, die gut aussehen und Gutes tun

Pflanzen halten Einzug in die Medien. Bei grüner Werbung geht es nicht mehr nur um energieeffiziente Bildschirme oder recycelbare Plakate. Es geht darum, die Anzeige selbst neu zu überdenken.

In deutschen Städten wie Düsseldorf und Berlin entsteht ein neues Format: digitale Bildschirme, die in lebende Pflanzenwände integriert sind. Diese hybriden Installationen verbinden wirkungsvolle Botschaften mit echten Vorteilen für die Umwelt.

Und die Ergebnisse sind messbar: Tausende von Pflanzen, die jeden Bildschirm umgeben, helfen dabei, CO₂ zu absorbieren, Sauerstoff zu produzieren und sogar die Umgebungsluft zu kühlen. Eine Installation in Düsseldorf fängt über 400 kg CO₂ pro Jahr ein und setzt dabei mehr als 300 kg Sauerstoff frei.

Diese neue hybride Beschilderung dient nicht nur der Information oder Werbung. In unseren überfüllten Städten lädt sie uns ein, innezuhalten und uns wieder mit unserer tiefen Natur zu verbinden.

Fazit: Intelligentere Materialien senden eine starke Botschaft

Die Beschilderung von morgen beginnt mit der Wahl der Materialien, aus denen wir sie herstellen, aber das ist noch nicht alles. Der nächste Schritt besteht darin, ganze Systeme zu entwerfen, von der Beschaffung bis zum Recycling, die mit den Werten übereinstimmen, die wir vermitteln möchten. Hier kommen Hybridmaterialien zum Tragen: Sie verbinden Kreislaufwirtschaft, Leistung und Kreativität.

Für Marken sind diese Materialien mehr als nur technische Verbesserungen. Sie sind eine Möglichkeit, Nachhaltigkeit zu einer sichtbaren, greifbaren Erfahrung zu machen.

Für Antalis als Pionier im Bereich nachhaltiger Materialien bedeutet dies den Beginn eines neuen Kapitels, in dem wir unseren Kunden helfen, wirkungsvolle Ideen in Kommunikationssysteme mit geringer Umweltbelastung umzusetzen.

Und da einige der vielversprechendsten Möglichkeiten aus Experimenten unter realen Bedingungen hervorgehen, kann Antalis Pilotkampagnen mit biologisch abbaubaren taktilen POS, Displays aus Naturfasern oder sogar solarintegrierten Beschilderungen unterstützen. Ebenso sind wir ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, Hybridmaterialien in unsere SwitchGreen Box zu integrieren.

Das Medium entwickelt sich weiter. Es spricht nun durch das, woraus es besteht, wie es funktioniert und wofür es steht. Die Zukunft gehört Formaten, die durch ihr Design mehr leisten und mehr aussagen.