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Online  Newsletter & Magenta Kolumne

Antalis startet im April ein neues, digitales Informationsangebot in Form eines kostenlosen digitalen Newsletters. Der Newsletter informiert jeden Monat kurz und präzise über Antalis-Neuheiten und Veranstaltungen unter anderem in den Bereichen Print, Office, Digital- und Umweltpapiere. Er hilft auf diese Weise, in der bewegten Kommunikationswelt auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Er beinhaltet eine eigens für diesen Newsletter konzipierte Kolumne, verfasst vom Kölner Verleger und Journalisten Frank Lorentz. Die Kolumne hat den Titel „MAGENTA – Franks wunderbare Welt der Kommunikation,“ – ein Verweis auf das gedruckte, 16-seitige Magazin MAGENTA, das Antalis seit Frühjahr 2011 zweimal jährlich verschickt. Lassen Sie sich überraschen.

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Pop-up-Kamera aus Papier

    Kelli Anderson hat wieder etwas entwickelt, und wieder handelt es sich um ein Objekt aus Papier. Nur wenige Jahre ist es her, dass die 33 Jahre junge Künstlerin und Designerin aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn einen Mini-Plattenspieler aus Papier konstruiert hat – ein Unikat, das nicht nur toll anzuschauen war, sondern tatsächlich funktionierte. Jetzt hat sie ein Objekt fertig gestellt, dass jedermann kaufen kann: eine Pop-up-Lochkamera. Komplett aus Papier. Und voll funktionstüchtig. Ein kleines, handliches, verflucht schickes Ding, das sich auf- und zuklappen lässt wie ein Buch, weshalb auf dem Cover „This Book is a Camera“ steht. Womit Kelli Anderson, nebenbei, das Genre „Fotobuch“ revolutioniert haben dürfte.

    Monatelang habe sie daran getüftelt, sagt sie. 50 Prototypen habe sie zerknüllt, ehe der eine entwickelt war, der funktionierte. Ein grandioses Gerät: So besteht der Verschluss aus einer Papierlasche, die man hochzieht – dann wird das Fotopapier im Inneren des Apparats belichtet – und wieder hinunterschiebt. „Es ist erstaunlich, wie enttäuschend der ganze Prozess ist, bis zu dem Tag, an dem er es plötzlich nicht mehr ist“, sagt die Frau, in deren Studio eine Letterpress-Druckmaschine von 1919 steht und die ein großes Faible für Papier hat. Welches Papier am besten geeignet sei? Schwarzes, hundertprozentig opakes in der leichtesten Grammatur, zum Beispiel „Curious Skin“.

    29 Dollar kostet der unglaubliche Apparat, zuzüglich Versand. Die Alternative für alle, die gerne selbst Hand anlegen: einfach nachbauen, die Kamera. Kelli Anderson hat nämlich die Schnitt- und Faltanleitungen samt etlicher Tipps frei zugänglich ins Netz gestellt. Nicht verzweifeln, wenn die ersten 50 Versionen nicht funktionieren. Manchmal braucht es halt 51 Versuche.

    www.kellianderson.com

     

    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Leiter des Kölner V8 Verlags

     

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Die irren Buchskulpturen des Yuto Y.

    Japan gilt als elektronikbegeistertes Land. Wenn Yuto Yamagushi, 23 Jahre und zu Hause in Tokio, zu einem Buch greift, dann ist es allerdings in der Regel kein E-Book, sondern ein klassisch gedrucktes. Genauer gesagt, ein Hardcover, mit Taschenbüchern kann er nicht arbeiten. Zwei Tage lang nimmt er das Buch zur Hand und faltet die Seiten, jede einzelne auf eine ganz bestimmte Weise. Am Ende der zwei Tage stellt er das Buch senkrecht hin. Lesen kann man es nicht mehr. Denn zwischen den weit aufgeklappten Buchdeckeln steckt nun ein kleines Kunstwerk, bestehend aus Dutzenden von Seiten, die so akribisch gefaltet sind, dass Schriftzüge und Bilder dreidimensional hervortreten. Etwa „Star Wars“. Oder „Batman“. Yamagushi schafft grandiose Buch-Skulpturen aus Papier, die eine dampfende Kaffeetasse ebenso zeigen können wie das Apple-Logo. Alles hergestellt ohne Schere und Messer – nur mit den Händen.

    Seit drei Jahren fertigt der junge Japaner seine Kunstwerke, die beweisen, dass echtes Handwerk nicht ausstirbt und in Papierbüchern weit mehr Phantasie steckt, als man ihnen ohnehin zuschreibt. Er ließ sich zwar inspirieren von den Buchskulpturen des Amerikaners Isaac Salazar. „Ich habe mir aber selbst ausgedacht, wie ich die Seiten falte“, betont er. 98 Werke hat Yamaguchi inzwischen mit seinem Team „OruFun“ geschaffen, dem noch der gleichaltrige Takashi Aoki angehört. Man kann sie zum Stückpreis von 100 US-Dollar kaufen – oder macht sie sich selbst: OruFun bietet die Faltanleitung zum Download an, Stückpreis 7,99 US-Dollar. Beides Schnäppchenpreise angesichts der Tatsache, dass die Ware im Grunde exklusiver als Diamanten ist.

    Wer nun plant, das Buchregal mit den eigenen Händen zur Papierkunstaustellung zu veredeln, sollte über eine gewisse Fingerfertigkeit verfügen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Faltende vor lauter Frust selbst zusammenfaltet.

    Download der Faltanleitungen: www.etsy.com/shop/OruFun?ref=hdr_shop_menu

     

    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Leiter des Kölner V8 Verlags

     

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Jubiläumskuli im Offiziers-Look

    Der Januar war kaum eine Woche alt, da erhielten wir Post von Werbemittelherstellern. Unsere kleine Firma wird 2015 zehn Jahre alt, und weil dies offenbar bundesweit bekannt ist, boten uns gleich mehrere Hersteller Jubiläumskugelschreiber an und hatten jeweils ein Muster beigelegt: einfache Kulis, silber oder schwarz, auf denen unser Firmenname stand samt einer 10. Auf einem der Kulis war die 10 sogar mit Eichenlaub umkränzt, wie bei den Sternen eines Oberstleutnants.

    Schon heftig, im Zeitalter der galoppierenden Digitalisierung mit Reliquien des vergangenen Jahrtausends beschenkt zu werden, und dann auch noch im Militär-Look, wo wir doch Pazifisten sind. Und wo die Werbemittelindustrie mit viel spektakuläreren Produkten aufwarten könnte. Das wurde auf der PSI deutlich, der Leitmesse für Werbeartikel, die gerade in Düsseldorf über die Bühne ging. Die Branche, wurde dort geschwärmt, wachse kontinuierlich und sei super innovativ. Zum Beweis kürten die Messemacher die Neuheiten des Jahres. Etwa eine gläserne Docking-Station für Smartphones. Einen biegsamen Handyhalter. Oder auch – Print ist lebendiger denn je – einen Wandkalender, dessen Blätter sich „ohne Vorknicken und Perforation“ abtrennen lassen. Ein Jubiläumskuli im Oberstleutnant-Style zählte freilich nicht zu den Innovationen.

    Womöglich ist dieses Werbemittel aber moderner, als man denkt: Weil es die subtile Ermahnung enthält, eine kulturelle Kernkompetenz, das Schreiben mit der Hand und auf Papier, zu pflegen. Gesagt, getan! Als Erstes werden wir einen Brief an die Werbemittelfirmen verfassen, mit dem Offizierskuli – damit schreibt man automatisch strenger. Wir werden ihnen mitteilen, dass wir Kulis noch und nöcher haben, und darum bitten, ein Muster der neuen Docking-Station loszuschicken. Hoffentlich können sie unsere etwas krakelig gewordene Handschrift entziffern.

     

    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Leiter des Kölner V8 Verlags

     

     

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Die Vollendung der Banane

    Die deutsche Papierindustrie, so teilte der Verband deutscher Papierfabriken mit, hat 2014 ihre Produktion um 0,6 Prozent gesteigert. Ein Grund für das Wachstum bestehe darin, dass die Nachfrage nach Papierverpackungen wächst. Verpackung ist alles – der Leitsatz gehört nicht nur zum Basiswissen in jedem Marketing-Proseminar. Er scheint aktueller denn je, sobald man sich klar macht, wie viele Arten von Papierverpackungen es heutzutage gibt: etwa sogenannte Faltkrempelkartonagen. Oder auch Kragen- und Stülpdeckelkartonagen. Dazu Magic Box. Twisted Box. Rotary Box. Und damit ist nur eine winzige Auswahl jener Verpackungen genannt, die die Nürnberger Rissmann GmbH herstellt, eine der wenigen deutschen Firmen, die auf Luxus-Papierverpackungen spezialisiert sind. Wenn zum Beispiel Louis Vuitton Papiertaschen für Werbeartikel bestellt, dann bei diesem Unternehmen. Mit der Folge, dass es von Louis Vuitton nicht nur sündhaft teure Ledertaschen gibt, sondern auch eine Papierverpackungskollektion.

    „Die Umverpackung vollendet Ihr Produkt“, heißt es bei Rissmann. So als könnte Louis Vuitton ohne Verpackungen einpacken! Manche Papiertaschen, erzählt ein Rissmann-Mitarbeiter beim Gespräch, seien längst „als Statussymbole begehrt“. Der Witz an der Geschichte: Das ist alles nur der Anfang. Mit dem absehbaren Verschwinden der umweltschädigenden Plastiktüten aus dem Einzelhandel werden die Papierverpackungen erst so richtig in Mode kommen. Die Zukunft gehört, für Einkäufe aller Art, der FSC-zertifizierten Tragetasche, für einen Aufpreis gerne mit Kordel aus Öko-Pflanzengarn. Nobelboutiquen beglücken ihre Kunden mit der Rotary-Box von Rissmann, deren „raffinierter Öffnungsmechanismus“ samt „realistischem Edelstein-Look“ ein Hingucker ist, besonders im Rotary-Club. Für besonders fair getradete Bio-Bananen könnten Klappkartonagen mit passgenauem „Inlay“ eine Option sein. Und an den Obststand kommt dann der Slogan: „Die Umverpackung vollendet Ihre Banane“.

     

    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Leiter des Kölner V8 Verlags

     

     

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Die Braut trägt Klopapier

    Vergessen Sie alles, was Sie über das meist verkaufte Papier aller Zeiten zu wissen glauben – jenen Einwegartikel, der weltweit in jedem Haushalt zu finden ist, sofern er einigermaßen zivilisiert ist. Die Rede ist von Klopapier. Ehemals ein Produkt von eindeutig definiertem, jahrzehntelang bewährtem Primärnutzen, schickt es sich an, einen Sekundärnutzen zu entwickeln – und Hochzeiten noch unvergesslicher zu machen.

    Soeben ging in New York die zehnte Auflage des „Toilet Paper Wedding Dress Contest“ über die Bühne. Laura Gawne und Susan Bain hatten den Wettbewerb 2005 ins Leben gerufen, um ihre Website „Cheap-Chic-Weddings.com“ zu promoten. Gab es anfangs nur eine Handvoll Teilnehmer, so hatten sich dieses Jahr 1491 Designer mit selbst entworfenen Brautkleidern aus Klopapier beworben. Sie hatten unter anderem die Bedingungen zu erfüllen, an- und ausziehbar zu sein und ohne Reißverschluss auszukommen. Erlaubt waren nur Klebstoff, Nadel und Faden. Zudem musste eine spezielle, ultraweiche Klopapiersorte verwendet werden (die des Sponsors).

    Wer Fotos dieser Veranstaltung sieht, reibt sich die Augen. Die zumeist schneeweißen Kreationen, im Schnitt aus rund 20 Klopapierrollen gefertigt, sehen derartig schick und kunstvoll aus – teils verziert mit klopapierenen Blüten-Applikationen, die man am liebsten gleich in die Vase stellen würde –, dass man sie von Kleidern aus Seide auf den ersten Blick kaum unterscheiden kann. Wie aber beeinflusst es den Verlauf einer Ehe, wenn die Braut nicht Versace oder Prada trägt, sondern Klopapier? Und, sollte es zur Scheidung kommen, stopft man das Kleid einfach ins Klo und zieht ab? Keine Frage: In dem Longtime-Bestseller Klopapier steckt mehr Phantasie, als man vielleicht glaubt. Worin es dann auch wieder irgendwie der Ehe ähnlich ist.

    www.cheap-chic-weddings.com/wedding-contest-2014.html


    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Geschäftsführer des V8 Verlags

     

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Bitte Platz nehmen auf Papp-Möbeln

    Zu behaupten, es gäbe in den Einrichtungshäusern dieser Erde nicht genügend Möbel, wäre übertrieben. Aber eine bestimmte Sorte suchte man bislang eher vergebens: Möbel aus Papier. Genauer gesagt, aus Pappe.

    „Wir haben für unsere Tochter einen Tisch fürs Kinderzimmer gesucht und nichts Geeignetes gefunden“, so beschreiben die beiden Münchener Designer Ursula Pfingstgraf und Torsten Hink, wie es zu einer Innovation kam, die wahrhaftig nicht von Pappe ist. „Also haben wir selbst zu Cutter und Lineal gegriffen und etwas Passendes gebaut.“ Heraus kamen eine kleine Kindermöbel-Kollektion – Tisch und Stuhl – sowie ein Regalsystem für Büro und Wohnung; seit 2010 vertreibt das Ehepaar die Möbel unter dem Label „UOCU“. Das Material? Platten aus Recycling-Wellstegpappe, die so gefräst werden, dass sie sich einfach zusammenstecken und mit farbigen Spannbändern fixieren lassen. Keine Klebung. Die Bänder einfach lösen, schon lassen sich die Platten wieder flach zusammenlegen – einfacher geht’s kaum. Die leichten, stabilen, cool aussehenden und umweltbewussten Möbel – sie sind selbst recyclingfähig – haben Oberflächen, die sich veredeln lassen, um resistent zu sein etwa gegen Flüssigkeiten oder Fett. Auch Bedruckung und Kaschierung sind möglich.

    „Als Design-Büro sind wir sehr papier-affin. Papier ist simpel, archaisch, alltäglich, und es ist immer wieder schön, das Blatt umzudrehen und Neues entstehen zu lassen“, sagt das Paar. Und erzählt dann noch die Anekdote, wie auf der internationalen Möbelmesse in Köln ein 130-Kilo-Mann an den UOCU-Stand kam. Er war müde, wollte sich ausruhen und setzte sich auf ein Kinderstühlchen – es hielt mühelos stand.

    www.uocu.de
     

    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Geschäftsführer des V8 Verlags

     

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Bibliothek der Zukunft

    Die Skandinavier, man weiß es, sind der Zeit voraus. Schon länger kommen die großen Trends nicht mehr über die USA zu uns, sondern über die nördlichen europäischen Länder. Deshalb ist unbedingt bemerkenswert, was sich vor wenigen Wochen in der norwegischen Region Nordmarka ereignete. Die in Berlin lebende schottische Künstlerin Katie Paterson pflanzte dort 1000 Bäume. Im Jahr 2114 sollen sie das Papier für eine sogenannte Bibliothek der Zukunft liefern. Eine Stiftung, so der Plan, soll bis dahin jedes Jahr einen berühmten Schriftsteller um eine Erzählung bitten. In einer Bibliothek in Oslo seien die 100 Werke unter Verschluss zu halten, ehe sie 2114 auf dem Papier der gepflanzten Bäume gedruckt und dann der Öffentlichkeit vorgestellt würden.

    Frage: Hat sich irgendjemand 1914 die Digitalisierung im Jahre 2014 vorstellen können? Ebenso unvorstellbar ist heute, was 2114 aus den Festplatten und sonstigen digitalen Speichermedien geworden sein wird. Wer zum Beispiel glaubt daran, dass wir 2114 unverändert Daten in einer Cloud ablegen? Wo doch heute schon ein Drittel der Bundesbürger davon überzeugt ist, dass es 2030 keine E-Mails mehr gibt! Papier dagegen, dieses alterungsbeständigste Speichermedium, das wir kennen, verleitet offenbar zu beständigem Optimismus – und stiftet zu besonders nachhaltigen Projekten an. Die erste Erzählung für die Zukunftsbibliothek liefert übrigens die Kanadierin Margaret Atwood. Zum Inhalt mochte sie sich bisher nicht äußern. Unsere Urururenkel dürfen gespannt sein. Sofern sie 2114 noch die Kunst des Lesens beherrschen.



    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Geschäftsführer des V8 Verlags

     

  • Magenta Franks wunderbare Welt der Kommunikation

    Der Pop-up-Papierladen

    Einen Pop-up-Store – das kennt man aus der Lifestyleindustrie. Kurzfristig öffnende und schließende Läden, die sich mit Bohei inszenieren. Aber einen Pop-up-Laden für Produkte aus Papier? Gibt es seit Neuestem auch. In Köln. Irgendwie hatte man es ja schon länger geahnt, dass Papier das Zeug zum Lifestyle-Produkt hat – nun gibt es einen schlagkräftigen Beweis. Das Geschäft heißt „Pop up Papier“, liegt im szenigen Belgischen Viertel und ist in mindestens fünf Hinsichten innovativ.

    Erstens, es handelt sich um keine kurzzeitige, sondern eine dauerhafte Einrichtung. Zweitens, man findet dort herrliche Papierprodukte, von im Buchdruck bedruckten und zeitgemäß im Steam-Punk-Style gestalteten Deko-Karten – mit der Aufschrift „Print is not dead. It just smells funny“ – über edle CD-Hüllen bis hin zum japanischen Papiergeschirr. Drittens, der Laden ist Teil eines anderen Ladens. Shop-in-shop-Prinzip sozusagen: Er befindet sich im vorderen Teil der Traditions-Buchbinderei und -Prägerei Edmund Schäfer.

    „Nicola von Velsen, eine Grafikdesignerin und Kundin von mir, hatte die Idee“, sagt Inhaber Dirk Jachimsky. „Sie ist es, die den Laden betreibt.“ So kam es zu der Kooperation. Donnerstags bis samstags von 11 bis 18 Uhr ist er offiziell geöffnet, an den anderen Tagen aber nicht geschlossen, denn da steht Jachimsky Rede und Antwort, was zur vierten Besonderheit führt. Geschäfte, die mit Papierspezialitäten handeln, das ist nicht neu. Aber in Verbindung mit einer Prägerei und Buchbinderei, die Kundenwünsche – etwa eine Prägung auf einer Edel-CD-Hülle – gleich erfüllen kann, sieht man nicht alle Tage. Gibt es denn auch Pop-up-Karten? „Nein“, sagt Jachimsky mit einem Lachen. Pop-up ohne Pop-up – das wäre dann abschließend Besonderheit Nummer fünf.

     
    www.pop-up-papier.de, www.buchbinderei-schaefer.de

    Der Autor Frank Lorentz ist Journalist und Geschäftsführer des V8 Verlags